lifeSandrasen: Fauna

Typische Tierarten der kalkreichen Sandtrockenrasen

Neben zahlreichen bedrohten Pflanzenarten spiegelt vor allem das Vorkommen stark gefährdeter Insektenarten den besonderen Wert kalkreicher Sandtrockenrasen wider. Aber auch Vogelarten wie der Brachpieper sind auf den offenen Lebensräumen anzutreffen.

Walker (Polyphylla fullo)

Walker (W. Klaeber, NABU-Dahmeland)

Der Walker, auch "Türkischer Maikäfer" genannt, ist ein Verwandter des besser bekannten Maikäfers. Mit einer Größe von 25 bis 40 mm und seinem charakteristischen Fleckenmustern ist er kaum zu verwechseln. Die adulten Käfer sind von Juni bis Juli in sandigen Kiefernwäldern zu finden. Der Walker ist sehr selten und steht in Brandenburg auf der Roten Liste.

Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)

Blauflügelige Ödlandschrecke (R. Klusmeyer)

Die Grundfarbe der Blauflügeligen Ödlandschrecke variiert von grau bis braun. Sie passt sich während der Entwicklung der Larven an den Hintergrund an. Der gesamte Körper weist eine feine Marmorierung auf. Die Tiere bewegen sich meist am Boden und fliegen nur bei Störungen auf. Ihren Namen verdankt diese Art ihren hellblau gefärbten Hinterflügeln, die jedoch nur im Flug zu sehen sind.

Dünen-Sandlaufkäfer (Cicindela hybrida)

Dünen-Sandlaufkäfer

Der Dünen-Sandlaufkäfer mag es sandig und heiß. Am wohlsten fühlt er sich auf kahlen Sandflächen, wenn die Temperatur auf über 30°C steigt. Die erwachsenen Käfer werden bis zu 15 mm groß und sind an den charakteristischen gelben Flecken auf den Flügeldecken zu erkennen. Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Käfer ernähren sich räuberisch. 

Feld-Sandlaufkäfer (Cincindela campestris)

Feld-Sandlaufkäfer (R. Klusmeyer)

Der Feld-Sandlaufkäfer ist mit seinem grüngefärbten Körper und den kupferrot gefärbten Beinen und Fühlern leicht zu erkennen. Die erwachsenen Tiere werden 10-15mm groß und sind von Aprils bis September zu finden. Die gut entwickelten großen Augen und die langen schlanken Beine weisen den Feld-Sandlaufkäfer als schnellen Jäger aus. Seine Beute sind hauptsächlich Ameisen, Spinnentiere und andere Käfer.

Zauneidechse (Lacerta agilis)

Zauneidechse (W. Klaeber)

Die Zauneidechse kann eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 9 cm erreichen. Sie wirkt im Vergleich zur Waldeidechse eher plump. Je nach Alter und Geschlecht zeigen sich große Unterschiede in der Färbung. Die typische Rückenzeichnung besteht aus drei unterbrochenen weißen Linien und aus hell-beigen Seitenlinien. Zauneidechsen sind von März bis Oktober aktiv. Sie bevorzugen strukturreiche Lebensräume mit offenen Bereichen.

Das Projekt Sandrasen

In einem gemeinsamen EU-LIFE-Projekt widmen sich die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und der Naturpark Dahme-Heideseen in den nächsten Jahren den europaweit stark gefährdeten Sandtrockenrasen.
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Ansprechpartner:
Dr. Holger Rößling (Projektleiter)
E-Mail schreiben

Hans Sonnenberg (Naturparkverwaltung)
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