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Naturpark Dahme-Heideseen

Der Naturpark Dahme-Heideseen wurde im September 1998 gegründet und umfasst eine Fläche von ungefähr 594 km². Das Naturpark­gebiet erstreckt sich südöstlich von Berlin von der Siedlungsachse Königs Wusterhau­sen/Bestensee und der Autobahn A 12 im Norden bis zum Unterspreewald sowie zur Krummen Spree im Süden. Im Westen reicht der Naturpark u.a. bis an die Autobahn A 13 und Teupitz, im Osten bis zur Bundesstraße B 246 zwischen Storkow und Wendisch‑Rietz.

Der Naturpark Dahme-Heideseen repräsentiert einen typischen Ausschnitt der Jungmoränen­landschaft innerhalb des Ostbrandenburgischen Heide- und Seengebiets.

Blick auf den Paddenpfuhl (W. Klaeber)

Seen, Fließgewässer und Quellen, Moore, Talsandebenen, End- und Grundmoränen sowie Dünen sind für das Gebiet ebenso landschaftsprägend wie weiträumige Waldgebiete. Charakteristische Bestandteile einer kleinräumig und extensiv genutzten Kulturlandschaft stellen artenreiche Ausbildungen von Feucht- und Frischwiesen sowie Altobstbestände, Feldgehölze, Bauernkiefernwälder, Baumreihen und Alleen dar.

Die Gewässer mit ihren Ufer- und Verlandungszonen sowie zahlreiche, zumeist kleinere Kessel- und Verlandungsmoore sind als Lebensräume im Naturpark besonders prägend. Das Zentrum des verzweigten Gewässernetzes bildet die Dahme. Bei Prieros münden die Teupitz‑Köriser Seenkette und der östlich gelegene Gewässerverbund des Storkower Kanals einschließlich Groß Schauener Seenkette und Wolziger See in die Dahme.

Trockenrasen mit Sandstrohblume bei Halbe (W. Klaeber)
Seeadler am Pätzer Hintersee (W. Klaeber)
Kranich mit Jungvogel (W. Klaeber)
Eichenwald im Projektgebiet Dubrow (M. Zauft)

Durch den Gewässerreichtum in Verbindung mit den ausgedehnten und störungsarmen Waldgebieten bildet der Naturpark einen bedeutsamen Lebensraum für gefährdete Großvogelarten wie Seeadler, Fischadler und Kranich.

Über die Hälfte der Naturparkfläche ist mit Wald bedeckt. Bedingt durch die ehemalige Altersklassen-Bewirtschaftung ist die Kiefer die dominierende und derzeit zumeist einzige Baumart in den Beständen. Mit Erlenbrüchen, Eichenmischwäldern und Flechten-Kiefernwäl­dern sind vereinzelt Reste naturnaher Waldbestockungen vorhanden. Auf halboffenen Dünen- und Moränenhanglagen sind verschiedene Ausbildungen von Sandtrockenrasen charakteristisch.

Zum Naturpark

Die Webseite des Naturparks informiert über Wanderungen, Veranstaltungen, Infopunkte und viele weitere Highlights der Region.

Das Projekt Sandrasen

In einem gemeinsamen EU-LIFE-Projekt widmen sich die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und der Naturpark Dahme-Heideseen in den nächsten Jahren den europaweit stark gefährdeten Sandtrockenrasen.
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Ansprechpartner:
Dr. Holger Rößling (Projektleiter)
E-Mail schreiben

Hans Sonnenberg (Naturparkverwaltung)
E-Mail schreiben

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