lifeSandrasen: Dahmetal

Dahmetal

Landkreis: Dahme-Spreewald
Größe des FFH-Gebiets: ca. 797 ha
Schutzstatus: Naturschutzgebiet „Mahnigsee-Dahmetal“, Naturschutzgebiet „Dahmetal bei Briesen“, Landschaftsschutzgebiet "Dahme-Heideseen", Naturpark Dahme-Heideseen
Natura 2000: FFH-Gebiet, Code: DE-3848-302


Das NATURA 2000-Gebiet „Dahmetal“ liegt zwischen den Orten Staakmühle im Süden und Märkisch Buchholz im Norden. Westlich grenzen Freidorf und Teurow an das Schutzgebiet, im Osten die Orte Briesen und Oderin. Im "Dahmetal" sind eine Vielzahl wertvoller Lebensräume erhalten geblieben.

Gebietsbeschreibung und aktuelle Situation

Von besonderer Bedeutung für das Schutzgebiet ist der naturnahe, unverbaute Gewässerverlauf der Dahme zwischen Staakow im Südwesten und Märkisch-Buchholz im Nordosten mit seinen Altarmen- und Mäandern. Die angrenzenden Niederungen der Dahme befinden sich in einer Talsandebene des Dahme-Seengebiets. Sie werden von örtlichen Landwirtschaftsbetrieben als Grünland gemäht oder mit Rindern und Schafen beweidet. Im Schmolluch bei Freidorf und am Mahnigsee prägen Moore und Feuchtwälder ans Gebiet.

Das Schmolluch liegt versteckt im Kiefernforst.
Das Schmolluch liegt versteckt im Kiefernforst.
Eine Besonderheit ist die Sandschelle mit Trockenrasenarten und Flechten bei Oderin.
Eine Besonderheit ist die Sandschelle mit Trockenrasenarten und Flechten bei Oderin.

Auf den trockenen, erhöhten Teilen des Talrands und auf Moränenresten haben sich naturnahe Stieleichen-Hainbuchenwälder entwickelt. Sandrasen und andere Trockenlebensräume sind vor allem auf Talsandkuppen und in den Hangbereichen der Talränder im südlichen Teil des Schutzgebietes um Oderin, Teurow und Freidorf zu finden. Hier leuchten in den Sommermonaten vor allem die gelben Blüten der Sandstrohblumen. Große Teil der offenen Trockenlebensräume werden mit Schafen beweidet und offen gehalten.

Der Talrand und die Sandkuppen sind überwiegend von Laubwäldern bewachsen.
Der Talrand und die Sandkuppen sind überwiegend von Laubwäldern bewachsen.
Reste von Trockenrasen sind vor allem an Waldsäumen zu finden.
Reste von Trockenrasen sind vor allem an Waldsäumen zu finden.

Geplante Maßnahmen und Ziele

Gemeinsam mit den örtlichen Landwirtschaftsbetrieben soll die verlässliche Nutzung der Trockenrasen im „Dahmetal“ stabilisiert werden. Wo nötig kann das Projekt dabei die Betriebe bei der Einrichtung der Weideflächen unterstützen.

In einigen Übergangsbereichen können durch die Auflockerung von Waldrändern die trockenen Säume vergrößert werden.

Schafbeweidung in der Nähe von Freidorf.
Schafbeweidung in der Nähe von Freidorf.

Das Projekt Sandrasen

In einem gemeinsamen EU-LIFE-Projekt widmen sich die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und der Naturpark Dahme-Heideseen in den nächsten Jahren den europaweit stark gefährdeten Sandtrockenrasen.
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Ansprechpartner:
Dr. Holger Rößling (Projektleiter)
E-Mail schreiben

Hans Sonnenberg (Naturparkverwaltung)
E-Mail schreiben

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