Im Einsatz für die Heide in Dornswalde

Im Einsatz für die Heide in Dornswalde

Die Dornswalder Heidefläche vor der Gehölzentnahme.
Bis zu 40 Jahre kann das wunderschön blühende Heidekraut alt werden, verholzt aber zusehends, wenn es nicht beweidet, gemäht oder auch abgebrannt wird.
Dieses unverwüstliche Modell eines Kleinmähdreschers leistete bei der Heideernte perfekte Arbeit.
Frische Mahdspur in der Heidefläche.
Reiche Ernte: Heidekraut-Druschgut.
Heidschnucken in der Massower Heide.

Die Heideflächen bei Massow und Dornswalde sind während der DDR-Zeit durch militärischen Übungsbetrieb entstanden.

Während die großen Heideflächen in Massow (Landkreis Dahme-Spreewald) seit einigen Jahren durch die Zusammenarbeit der Hatzfeldt-Wildenburg’schen Verwaltung und der Agrargenossenschaft Löpten-Briesen gepflegt und beweidet werden, liegen die letzten Pflegemaßnahmen auf einer angrenzenden Heidefläche in Dornswalde (Landkreis Teltow-Fläming) mehr als zehn Jahre zurück. Inzwischen hatten sich vor allem junge Kiefern in der Heide und den Flechtenrasen ausgebreitet.

Da kam eine Anfrage nach Heidesaatgut, die LIFE Sandrasen im Frühjahr 2017 erreichte, gerade recht. Vor der Saatguternte mussten allerdings erst zahlreiche junge Kiefern weichen, damit der Spezialmähdrescher in Aktion treten konnte.

Im August 2017 entnahm ein Forstunternehmen im Auftrag von LIFE Sandrasen mit Freischneider und Muskelkraft auf circa sechs Hektar Kiefern bis zu einer Höhe von 5m.

Eigentlich sollte dann ab Mitte September der Heidesamen geerntet werden. Aber durch den feuchten Sommer waren die Samen im September noch nicht reif. Erst Mitte November passte dann alles und der Heidesamen konnte geerntet und gedroschen werden.

Nach der Mahd wird die Fläche nun von tierischen Mitarbeitern  der Agrargenossenschaft Löpten-Briesen beweidet. Die Heidschnucken und Ziegen knabbern auch im Dezember noch interessiert am Heidekraut (Calluna vulgaris) herum und machen die Fläche startklar für die nächste Saison. Denn dann geht es weiter mit der Pflege der Heide in Dornswalde.

Das Projekt Sandrasen

In einem gemeinsamen EU-LIFE-Projekt widmen sich die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und der Naturpark Dahme-Heideseen in den nächsten Jahren den europaweit stark gefährdeten Sandtrockenrasen.
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Ansprechpartner:
Dr. Holger Rößling (Projektleiter)
E-Mail schreiben

Hans Sonnenberg (Naturparkverwaltung)
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