lifeSandrasen: Kienheide

Kienheide

Landkreis: Oder-Spree
Größe des FFH-Gebiets: ca. 923 ha
Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet "Dahme-Heideseen", Naturpark Dahme-Heideseen
Natura 2000: FFH-Gebiet, Code: DE-3849-303


Typische Arten der Sandtrockenrasen sollen in diesem Projektgebiet vor allem in lockeren Flechten-Kiefernwäldern wieder bessere Bedingungen vorfinden.

Gebietsbeschreibung und aktuelle Situation

Artenvielfalt am Glienitzberg
Kiefernsukzession in der Bugker Sahara

Das FFH-Gebiet „Kienheide“ liegt östlich von Bugk und Kehrigk und nordwestlich von Limsdorf. Das Gebiet befindet sich in der Talsandebene der Storkower Heide, die vor allem militärisch als Standortübungsplatz genutzt wird. Wichtige Bestandteile des Schutzgebietes sind Seen, die im Westen und im Osten von Süden nach Norden verlaufende Gewässerketten bilden sowie zahlreiche Kessel- und Verlandungsmoore. Die Vielfalt der Seen ist groß. So kommen mesotrophe, neutrale bis leicht saure Stillgewässer ebenso vor wie eutrophe Seen. Die Seen im Osten sind durch naturnahe Fließgewässer verbunden. Zwischenmoore befinden sich im Bereich der Gewässer-Verlandungszonen sowie innerhalb von Senken und Kesselbildungen. Moor-Restseen mit umgebenden Torfmoos-Zwischenmoorgesellschaften sowie Kiefern-Moorgehölzen und Porst-Kiefernmoorwald sind hier charakteristisch.

Bedingt durch die militärische Flächennutzung sind im Gebiet größere Sandoffenflächen, Sandheiden und Kiefer-Birken-Vorwaldstadien vorhanden. Nährstoffarme Kiefernwälder mit Trockenrasen befinden sich im Bereich der Bugker Sahara in der nordwestlichen Ecke. Gleich gegenüber am Glienitzberg sind kleinflächig subkontinental geprägte Trockenrasen erhalten. Wegen der nährstoffarmen Standorte und der geringen Störungen auf großen Flächen ist das Gebiet ein Rückzugsraum für zahlreiche seltene und gefährdete Tierarten. Die Sandoffenflächen und Heiden sind unter anderem Lebensraum zahlreicher Insektenarten (u.a. Grab- und Wegwespen) sowie der Glattnatter (Coronella austriaca).

Geplante Maßnahmen und Ziele

Kiefern-Flechtenwald in der Bugker Sahara

Im nicht militärischen Teil des Gebiets sollen Sandtrockenrasen vor dem Verschwinden bewahrt werden. Dafür werden dichte Forstkulturen aufgelichtet, neophytische Gehölze entnommen und Humusauflagen abgetragen.

 

In der Bugker Sahara wurden im Frühjahr 2015 auf Eigentumsflächen der Stiftung Euronatur flächenhaft Bäume aus den dichten Kiefernforsten entnommen. Mehr Licht und Wärme erreicht nun wieder den Sandboden. 2017 wurden auf diesen Flächen auch noch die Wurzelstubben entfernt, sodass die Sahara zurück kehren kann. Offene Sandflächen werden zwischen den verbliebenen Kiefern entstehen und bekannte Pflanzen, wie das Silbergras oder der Bauernsenf, Einzug halten. 

Neues aus dem Projektgebiet

LIFE Sandrasen vor Ort

Der Rundwanderweg in der Kienheide ist seit Frühling 2018 mit Wegweisern ausgeschildert und mit fünf Informationstafeln bestückt.

GPS-Wandern bei Bugk

Auf vier Kilometern durchwandern Sie einen Märchenwald, entdecken die Sahara mitten in Brandenburg und begegnen Tieren und Pflanzen, die Wärme, Trockenheit und karge Böden schätzen.

Auf verschiedenen Plattformen können Sie sich die GPX-Datei zu der Wanderroute herunterladen:
Komoot

Outdooractive
GPSies

Das Projekt Sandrasen

In einem gemeinsamen EU-LIFE-Projekt widmen sich die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und der Naturpark Dahme-Heideseen in den nächsten Jahren den europaweit stark gefährdeten Sandtrockenrasen.
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Ansprechpartner:
Dr. Holger Rößling (Projektleiter)
E-Mail schreiben

Hans Sonnenberg (Naturparkverwaltung)
E-Mail schreiben

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