Ein neuer Moorsteg für das Sutschketal

Ein neuer Moorsteg für das Sutschketal

Umweltminister Jörg Vogelsänger, Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße und der Ortvorsteher von Krummensee und Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung von Mitenwalde, Lutz Krause, eröffnen den Moorsteg im Beisein von Chris Halecker, 1. Beigeordneter des Landkreises Dahme-Spreewald und Bernhard Schmidt-Ruhe, unserem Sttiftungsgeschäftsführer.
Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße und Stiftungsgeschäftsführer Berhard Schmidt-Ruhe unterzeichneten die Vereinbarung zur Übernahme des Steges durch die Stadt Mittenwalde.
Robuste und wetterbeständige Materialien garantieren eine lange Lebensdauer des neuen Bauwerks.
Bis vor kurzem führte nur ein Steg aus Europaletten über das Moor und durch den Erlenbruchwald.
Rückblick auf das Baugeschehen: Hier werden die Stegfundamente gerade auf die richtige Höhe gebracht.
Der Sutschketal-Wanderweg lädt immer wieder mit schönen Ausblicken zum Verweilen ein.

Es ist eines der schönsten Naturschutz- und Naherholungsgebiete südlich von Königs Wusterhausen: das Sutschketal bei Mittenwalde. Das schmale, tief eingeschnitte Tal beheimatet eine Vielzahl von seltenen Lebensräumen. Neben Feuchtwiesen und Mooren am Talgrund wachsen an den Hängen trockene Eichenwälder und Reste von Trockenrasen. Von nun an können Spaziergänger sicher und trockenen Fußes das Sutschketal im Ortsteil Schenkendorf-Krummensee überqueren: Ein moderner 30 Meter langer Moorsteg ersetzt das wacklige Dauerprovisorium aus Holzpaletten.

Die Wandermöglichkeiten auf dem Sutschketal-Wanderweg, der die Bahnhöfe Bahnhof Königs Wusterhausen und Bestensee verbindet, wurden durch den neuen Steg erweitert. Die Wasserstände im Krummen See und im Naturschutzgebiet Sutschketal werden nun stabilisiert. Wie sich die Natur im umgebenden Moor mit ihrer typischen Artenvielfalt in den nächsten Jahren entwickelt, kann künftig vom Steg aus beobachtet werden.

Die Planungs- und Baukosten in Höhe von 110.000 Euro wurden mit Mitteln aus dem Förderprogramm LIFE der Europäischen Union und aus Ersatzzahlungen der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg finanziert.

Wo nun der Moorsteg verläuft, haben sich über Jahrtausende Seesedimente in einem Verlandungsmoor abgelagert. Diese sind bis zu 12 Meter mächtig. Die Moortiefe war eine große Herausforderung bei der Planung des Steges, der mit 14 Stahlrohren im mineralischen Untergrund gegründet ist. Diese Bauweise kommt ohne Beton aus und schont damit die umgebende Natur. Der Steg selbst wurde aus verzinkten Stahlträgern und Robinienlatten gebaut. Die robusten und wetterbeständigen Materialien garantieren eine lange Lebensdauer des Bauwerks. Ein beidseitiges Geländer schützt die Fußgänger vor einem Sturz in die Moorfläche.

Das Projekt Sandrasen

In einem gemeinsamen EU-LIFE-Projekt widmen sich die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und der Naturpark Dahme-Heideseen in den nächsten Jahren den europaweit stark gefährdeten Sandtrockenrasen.
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Ansprechpartner:
Dr. Holger Rößling (Projektleiter)
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Hans Sonnenberg (Naturparkverwaltung)
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